Hauptversammlungen:
Die Lindenfelser Feuerwehren hatten vor allem mit Unwettern im Sommer viel Arbeit
Zu insgesamt 71 Einsätzen wurden die Freiwilligen Feuerwehren von
Lindenfels im vergangenen Jahr gerufen. Hilfeleistungen bildeten dabei
die überwiegende Mehrzahl der Einsätze, mit 54 an der Zahl. Mehrere
starke Stürme waren im Frühsommer über das Stadtgebiet hinweggezogen. So
kam es zu 16 Sturmeinsätzen und weiteren drei Hochwassereinsätzen. Bei
der gemeinsamen Hauptversammlung der Stadtteil-Feuerwehren zog
Stadtbrandinspektor Reinhard Fink Bilanz.
Teilweise waren bei den
Einsätzen gleich mehrere Feuerwehren beteiligt. Je nach Gefahrenlage
rücken zuerst die Brandschützer des betroffenen Ortes aus. Wenn nötig,
werden Nachbarfeuerwehren nachalarmiert. Auf 1830 Arbeitsstunden kamen
die Helfer in Summe.
Auch neun Brandeinsätze,
darunter sechs Kleinbrände, wurden registriert. Hinzu kamen 25
Brandsicherheitsdienste und die Brandschutzerziehung bei Besuchen in
Kindergärten und der Carl-Orff-Schule sowie bei Vorträgen für die
Bevölkerung.
Acht Feuerwehren gibt es im
Stadtgebiet von Lindenfels. Die Feuerwehr in der Kernstadt stellt dabei
38 Einsatzkräfte. In Schlierbach und Winterkasten sind jeweils 28 Aktive
registriert. Die Kolmbacher Feuerwehr zählt 23 Einsatzkräfte, und je
zwölf Helfer sind in der Eulsbacher und der Winkel Feuerwehr aktiv. 13
sind es in Glattbach, und in Seidenbuch sind sechs Einsatzkräfte aktiv.
Das macht eine Gesamtzahl von 162 Einsatzkräften. Erfreulich sei ein
Zuwachs von sieben Helfern im Laufe des vergangenen Jahres, wie Fink
berichtete. Als Atemschutzgeräteträger sind 59 Kameraden einsetzbar.
In den Jugendfeuerwehren
werden fünf Mitglieder mehr gezählt als vor Jahresfrist. 32 männliche
und 19 weibliche Mitglieder sind dort gemeldet. Winterkasten stellt
größten Anteil des Nachwuchses mit 18 Personen. Auch zwei
Bambini-Feuerwehren gibt es im Stadtgebiet: In Schlierbach werden 19
Kinder betreut, in Winterkasten acht. Gut aufgestellt ist der
Spielmannszug der Winterkäster Feuerwehr mit 38 Musikern. Im Kolmbacher
Spielmannszug sind 16 Musiker dabei. In den Ehren- und Altersabteilungen
halten 72 Senioren den Feuerwehren die Treue und unterstützen sie,
soweit es ihnen möglich ist.
Dank an den Bürgermeister
In seinem Bericht informiere
Reinhard Fink über die Lehrgänge der Mitglieder der Einsatzabteilungen
und die daraus resultierenden Ernennungen und Beförderungen. "Nur gut
ausgebildete Kräfte verstehen ihr Handwerk. Ich sage all denjenigen, die
ihre Lehrgänge bestanden haben einen herzlichen Glückwunsch", so Fink.
"Ich sehe eine gute Zukunft
für die Feuerwehr." Wichtige Unterstützung habe der Brandschutz dabei
beim neuen Chef im Rathaus. "Bürgermeister Michael Helbig ist die
Bedeutung der Feuerwehr klar. Er unterstützt und im Rahmen dessen, was
machbar ist." Ein Dank galt Tim Pfeiffer und Dirk Fendrich, die in der
Atemschutzwerkstatt der Feuerwehr in Reichelsheim mitarbeiten. "Dadurch
spart die Stadt viel Geld", stellte Reinhard Fink fest. Der
Stadtbrandinspektor dankte außerdem seinem Stellvertreter Jürgen Bitsch
und der Stadtjugendwartin Sonja Schepula für ihre Unterstützung.
Sonja Schepula berichtete
anschließend über die Arbeit der Jugendfeuerwehren. Sie übernahmen das
Einsammeln der Weihnachtsbäume. Die Eulsbacher Jugend hatte zu einem
Jubiläumsfest eingeladen. Außerdem war der Nachwuchs beim Zeltlager des
Löschbezirks, diesmal in Rodau, und beim Kreiszeltlager in Bensheim
dabei. Auch die Ferienspiele der Stadt wurden von der Jugendfeuerwehr
unterstützt. Die Gruppen in Winterkasten und Schlierbach spielten einen
Berufsfeuerwehrtag nach und absolvierten dabei zahlreiche Übungen und
Aufgaben. Zum Abschluss ihres Berichtes bedankte sich Sonja Schepula bei
der Stadt Lindenfels für die Unterstützung und bei den
Einsatzabteilungen, die ihre Jugend, sowie deren Jugendwarte und
Betreuer in ihrer Arbeit unterstützt hatten.
jhs
(
Bergsträßer Anzeiger,
Montag, 14.04.2014)