
Schon vor der Gebietsreform 1972 gab es erste Pläne für den Neubau eines Feuerwehrgerätehauses in Schlierbach. Ein ehemaliger Wehrleiter übergab ein geeignetes Gelände an die damals noch selbständige Gemeinde.
Durch den Zusammenschluss mit Lindenfels wurden die Pläne erst einmal auf Eis gelegt. Die Feuerwehr blieb in ihrer engen Unterkunft neben dem Dorfgemeinschaftshaus, und auf dem Gelände für den Neubau wurde ein Bolzplatz angelegt.
Heute, 36 Jahre später, ist man in Schlierbach ein ganzes Stück weiter: Der Rohbau steht und soll im nächsten Jahr fertig werden. Der Neubau selbst verfüge über alles, was eine moderne Feuerwehr heute braucht - vor allem viel, viel Platz. Die neue Fahrzeughalle mit ihren drei Boxen könnte sogar noch erweitert werden. Direkt daneben sind die Umkleideräume und Duschen für Männer und Frauen untergebracht. Bisher müssen sich die Einsatzkräfte noch zuhause umziehen.
Im Obergeschoss befinden sich ein Schulungs- und Versammlungsraum, eine Küche und das Arbeitszimmer des Wehrführers. Noch ist an dem Gebäude kein Schornstein zu sehen, wie ein Nachbar feststellte. Geheizt wird aber trotzdem, versicherte Hoeppner.
"Wir sind in diesem Jahr ein gutes Stück vorangekommen", bedankte sich der Bürgermeister für die gute Zusammenarbeit mit dem Architekten, den Arbeitern, die sehr zuverlässig und gut gearbeitet hätten und den Aktiven der Freiwilligen Feuerwehr. Diese haben sich dazu bereit erklärt, wo immer sie können, selbst Hand anzulegen und so viele Gewerke in Eigenleistung zu erledigen.
In den Reihen der Einsatzabteilung befinden sich viele Handwerker, die fachgerecht etwa die komplette Elektrik in Angriff nehmen werden. Auch beim Verputzen, bei Sanitär- und Heizungsarbeiten, der Außenanlage und bei den Fenstern wollen die Aktiven in den nächsten Wochen und Monaten in ihrer Freizeit richtig mit anpacken.
"Über die reine Muskelhypothek hinaus werden wir uns auch finanziell beteiligen", stellte Wehrführer Hilmar Rühl klar. So werde man auch Materialkosten wie Kabel und Steckdosen aus eigener Tasche zahlen. Dafür habe man über Jahre angespart.
Quelle: Bersträsser Anzeiger