[]
AKTUELLES - Unser Web-Log - AKTUELLES []

Dienstag, 5. Oktober 2010

Rund 250 Helfer waren im Einsatz





(Teil2)
Nach der Katastrophenschutzübung auf der Burg Lindenfels kamen die Führungskräfte im Feuerwehrhaus der Stadt zusammen. Dort dankte der Dezernent für Gefahrenabwehr beim Kreis Bergstraße, Gottlieb Ohl, den 250 zumeist ehrenamtlichen Helfern, die "eine Übung auf einem äußert schwierigen Terrain absolviert" hatten. "Sie haben die Herausforderung angenommen, und ihnen gilt mein allerhöchstes Lob", so Ohl.

Ihm sei bewusst, dass die Helfer wegen der Begleitumstände der Übung Kritik erhalten könnten, aber große Schadenslagen müssen auch auf dem Land realitätsnah geübt werden. "Wir haben schöne Städte fern der Zentren, und auch dort finden Veranstaltungen mit vielen Menschen statt", so Gottlieb Ohl.

Die Katastrophenschutzübung brachte für den Dezernenten und für den Lindenfelser Bürgermeister Oliver Hoeppner wichtige Erkenntnisse. Bei den nächsten Veranstaltungen auf der Burg würden weitergehende Überlegungen wegen der Sicherheit angestellt werden, als es bisher schon der Fall sei. Ohl sagte, dass zum Beispiel noch mehr fahrbare Krankentragen mit Luftreifen benötigt würden. Mit Hartplastikreifen über Kieswege zu fahren war weder für die Helfer noch für die "Verletzten" ein Vergnügen. "Wir üben, um solche Engpässe zu identifizieren und aufarbeiten zu können."
Mängel werden aufgearbeitet

Im Ernstfall sei bei einem solchen Einsatz auch für die Helfer die seelische Belastung hoch. Sie wie die Opfer könnten von den Notfallseelsorgern profitieren, die diesmal nur zuzuschauen brauchten. Die Seelsorger lobten aber die Mitglieder der Feuerwehren, die sich persönlich mit Zusprachen und beruhigenden Worten um Verletzte gekümmert hatten.

Bürgermeister Oliver Hoeppner hatte für die Übung gerne das Terrain der Burg zur Verfügung gestellt. Der Termin war gut gewählt, denn wegen der Brauchtumstage am Wochenende waren die ohnehin schmalen Zugangswege zur Burg bereits durch die ersten Marktbestücker teilweise blockiert. "Wenn Sie wieder den Bedarf an einer erschwerten Übung haben, steht Ihnen die Burg wieder zur Verfügung", bot Hoeppner Gottlieb Ohl an.

Wolfgang Hertting, der Leiter des Rettungsdienstes, und einige Notärzte betonten, dass an der schnellen medizinischen Versorgung und an einem noch schnelleren Abtransport der Schwerverletzten noch gearbeitet werden müsse. Wichtig sei eine klarere Kennzeichnung, wer wofür Ansprechpartner ist.

Kreisbrandinspektor Wolfgang Müller ist sich sicher, dass im Ernstfall noch konzentrierter gearbeitet wird. "Eine Übung ist anders als ein Einsatz", gab er zu bedenken. Der Kreisbrandinspektor hofft, dass mit der geplanten Einführung des Digitalfunks die Kommunikation unter den Rettungskräften noch leichter wird.

Montag, 4. Oktober 2010

Feuerwehr Schlierbach bei der Großübung Burg Lindenfels



Großübung: Feuerwehren und Rettungsdienste aus der Umgebung waren im Einsatz

(Teil 1)
Sirenenalarm und eine große Zahl von Feuerwehrfahrzeugen und Rettungswagen unterbrachen am Freitagabend die Ruhe in Lindenfels. Die Lage sah ernst aus: auf der Burg war ein Grill explodiert. Ein Ernstfall war es dennoch nicht, sondern eine Übung des Kreises Bergstraße mit der Stadt Lindenfels.

Die Burg wird immer wieder für Großveranstaltungen genutzt. Sollte dabei etwas passieren, kann dies rasch eine große Anzahl von Menschen betreffen. Um diese schnell und effizient zu versorgen, bedarf es vieler Helfer. Erschwert wird dies durch die enge Anfahrtsroute zur Burg in der Lindenfelser Innenstadt, die für die Fahrer der Einsatzfahrzeuge eine besondere Herausforderung ist.

Angenommen wurde eine Grillfeier mit 50 Personen im Hof der Burgruine. Zunächst kam es dabei zu Verpuffungen, dann zu einer Explosion einer Propangasflasche.

Die ersten Einsatzkräfte am Ort waren Mitglieder der Feuerwehr Lindenfels und Notarzt Dr. Osama Abu Hassan aus dem Luisenkrankenhaus. Ihnen bot sich ein Bild des Grauens: 50 Menschen waren betroffen. Die Explosion hatte eine Druckwelle ausgelöst. Einige Besucher waren durch die Gegend geschleudert worden und auf Mauervorsprünge und an die steilen Hänge der Burg geschleudert worden. Viele Opfer lagen im Burghof. Alle Betroffenen hatten offene Wunden und Brüche sowie zum Teil starke Verbrennungen. Die Maskenbildner hatte gute Arbeit geleistet. Auch die Statisten verstanden ihr Handwerk. Sie blieben wie bewusstlos liegen oder weinten und schrien.

Schnell war klar, dass weitere Helfer gebraucht werden. Feuerwehren aus den Lindenfelser Stadtteilen und der Umgebung wurden nachalarmiert, ebenso Einheiten des Rettungsdienstes und Katastrophenschutzes aus den Kreisen Bergstraße, Odenwald, Darmstadt, Darmstadt-Dieburg und Rhein-Neckar.
Rettung dauerte drei Stunden

Die Gesamteinsatzleitung übernahm der Lindenfelser Stadtbrandinspektor Reinhard Fink, als Leitender Notarzt wirkten Dr. Osama Abu Hassan und Marc Häffner. Wolfgang Hertting hatte die organisatorische Leitung des Rettungsdienstes inne.

Schnell setzte sich die Rettungskette in Bewegung. Die Notärzte nahmen eine Schnellvisite bei den Verletzten vor und kennzeichneten sie mit roten, gelben und grünen Bändern. Rot bedeutet, dass diese Menschen als erste Hilfe benötigen. Die Feuerwehr löschte Brandnester, nahm Kontakt zu den Verletzten auf und sicherte die Schwerverletzten. Ein Mann lag auf einem Mauervorsprung und musste gesichert, medizinisch versorgt und unter größter Sorgfalt gerettet werden. Hier hatten gleich mehrere Helfer alle Hände voll zu tun.

Aber es gab ja noch weitere knapp zehn Schwerverletzte, über 20 mittelschwer Verletzte und weitere Menschen mit leichteren Verletzungen.

Auf dem schmalen Weg zur Burg kann zwar ein Krankenwagen fahren, Gegenverkehr ist aber nicht möglich. Deshalb entschlossen sich die Rettungskräfte, die Tragen von Hand hinaufzufahren. Feuerwehrleute halfen dabei mit. Es dauerte trotzdem eine knappe halbe Stunde, bis der erste Verletzte abtransportiert werden konnte.

Langsam entwickelte sich im Chaos eine Ordnung. Jeder wusste, was er zu tun hatte. Die Verletzten wurden intensiv betreut. Soweit möglich wurden die leichter Verletzten zusammengeholt und gemeinsam betreut. Nach drei Stunden war der letzte Verletzte abtransportiert. Die Rettungshundestaffel hätte im Ernstfall jetzt noch nach weiteren Opfern gesucht.

Eine zusätzliche Aufgabe ergab sich für die Rettungskräfte durch die Flucht von unverletzten Besuchern von der Burg. Zwei von ihnen verursachten dabei auf der Nibelungenstraße einen schweren Verkehrsunfall. Die Feuerwehr hatten die Aufgabe, sich auch um diese beiden Schwerverletzten zu kümmern und sie aus ihren Fahrzeugswracks zu retten.

Mittwoch, 29. September 2010

FFW Schlierbach bei der Kerb 2010





Auch in 2010 kann man in Schlierbach die Kerb wieder als vollen Erfolg werten. Quer durch das Wochenende waren alle Veranstaltungen gut besucht, besonders der Samstag Abend im Rahmen der 80'er Party, doch auch die Freitägliche Mexican Night war mit Außnahme eines unerfreulichen und vor allem unnötigen Vorfalls ein toller Abend. Der Sonntag konnte bei gottseidank stabilem Wetter zahlreiche Besucher an den Schlierbacher Straßenrand locken um den Kerweumzug zu beobachten.

Das Montägliche sich den Frühschoppen anschliessende Bobbycarrennen war auch in diesem Jahr ein Volltreffer, zum einen gewann unser Wehrführer Oliver Wolf erneut die Gesamtwertung, zum andern lockte das Rennen mit nachgelagerter After-Race Party wieder viele Gäste die an der Veranstaltung teilnahmen.

Die Freiwillige Feuerwehr Schlierbach beteiligte sich neben der Dienstverrichtung an den Dorfgemeinschaftshausveranstaltungen in diesem Jahr wieder mit mehreren Motiven am großen Umzug. Das Bild zeigt die Löschdrachen Abteilung mit ihrem mehr als gelungenen Logo-Drachen.

Dienstag, 28. September 2010

Schnelle Rettung für die Menschen in der Scheune





Inspektionsübung: Feuerwehren aus dem Schlierbachtal probten gemeinsam den Ernstfall

Ein Entstehungsbrand in einer Scheune am Ortsrand von Winkel war die Aufgabenstellung für die Feuerwehren aus Winkel, Schlierbach und Eulsbach bei ihrer Abschlussübung. Die Übung wurde von Stadtbrandinspektor Reinhard Fink und seinem Stellvertreter Matthias Pfeifer abgenommen. Fünf Personen galten in der Scheune als vermisst. Zu beachten hatten die Feuerwehrleute auch, dass in dem Gebäude Brennholz für den Winter und Maschinen lagerten.

Zunächst wurde - wie im Alarmplan vorgesehen - die örtliche Feuerwehr alarmiert. Mit ihrem Tanklöschfahrzeug rückten die Winkler Brandschützer an und forderten sogleich die Kameraden aus Schlierbach und Eulsbach nach.

Priorität hatte die Menschenrettung. Winkels Wehrführer Achim Falter dazu: "Das hat gut geklappt." Für die Rettung der Eingeschlossenen wurden Atemschutzgeräteträger gebraucht, denn ohne Atemschutz kann man auch bei einem Entstehungsbrand wegen der Rauchgase nicht mehr arbeiten.
Wichtige Atemschutzgeräteträger

Auch bei dieser Übung wurde wieder deutlich, wie wichtig die Ausbildung zum Atemschutzgeräteträger ist. "Von ausgebildeten Atemschutzgeräteträgern hätten wir mehr gebraucht", fasste Achim Falter zusammen. Aber im Ernstfall wären weitere Feuerwehren zum Unglücksort gerufen worden, was die Lage verbessert hätte.

Der Erstangriff bedeutet für die Feuerwehrleute, dass versucht werden soll, eine Ausbreitung des Brandes zu verhindern, bis weitere Unterstützung angekommen ist. Mit ihrem mit einem Löschwassertank ausgestatteten Fahrzeug sind die Winkler Feuerwehrleute gut gerüstet, um Brände in der Entstehung zu bekämpfen.

Noch während des ersten Löschangriffs wurde eine Wasserleitung von einem Hydranten ausgehend aufgebaut, um die weitere Wasserversorgung zu sichern. Inzwischen waren auch die Schlierbacher Brandschützer am Ort. Auch sie verfügen über ein Fahrzeug mit Wassertank.

Mit den Kameraden aus Eulsbach wurde nun von einem zweiten Hydranten aus über eine lange Wegstrecke eine weitere Wasserzufuhr aufgebaut. Dieses Wasser wurde in das Schlierbacher Fahrzeug eingespeist und von hier aus an die Einsatzkräfte abgegeben. Im Erstfall wäre ein weiterer Schlauchwagen angefordert worden, um die optimale Löschwasserzufuhr zu sichern, berichtete Achim Falter. Bei der Übung wurde festgestellt, dass der Wasserdruck im Netz ausreicht, um erfolgreich arbeiten zu können. jhs

Bergsträßer Anzeiger
28. September 2010

Mittwoch, 22. September 2010

Kerb in Schlierbach 2010



Wie immer am 4. Wochenende im September feiert Schlierbach aus dieses Jahr sein Kerwe. Hier folgend finden Sie die einzelnen Termine:

Do, 23.09. ab 20.00 Uhr: „Kerb ausgroawe“
Fr, 24.09. ab 20.00 Uhr: Mexican Night mit DJ "JOGI"
Sa, 25.09. ab 20.00 Uhr: „80er Jahre Party“ mit „Eight Team“
So, 26.09. 14.00 Uhr: „Kerweumzug“ anschl. "Gut Druff" im DGH
Mo, 27.09. ab 10.00 Uhr: „Frühschoppen“ in allen Gasthäusern

Die Feuerwehr Schlierbach ist unter dem Schirm des Kerwevereines neben den anderen Ortsvereinen ebenfalls Mitveranstalter der Kerwe.

Samstag, 18. September 2010

Tageswanderung am 10. Oktober



Der 10. Oktober ist nicht mehr fern und damit auch der Zeitpunkt für unsere traditionelle

Tageswanderung mit Rucksackverpflegung

Wir wollen diesmal eine Wanderung auf dem Erlebniswanderweg Siedelsbrunn unternehmen. Die Wanderstrecke beträgt rund 11 km.

Wir treffen uns um 10.00 Uhr am Römischen Kaiser und fahren mit Privat-Pkw (Fahrgemeinschaften absprechen) zum Parkplatz am Bürgerhaus Siedelsbrunn.

Die Wanderung beginnt in Siedelsbrunn am Bürgerhaus und führt uns ins Ort zum „Drei-Röhren-Brunnen“. Von dort aus geht der Weg zum Ortsausgang, danach an Streuobstwiesen entlang und durch einen Waldweg in das Krötenbachtal. Der Weg führt dann weiter durch das Eiterbachtal bis zur Kapellenruine Lichtenklingen.

Von der Kapelle geht es weiter bis zur „Steinernen Bank“, dort wird an einem schönen Platz der Rucksack ausgepackt und das Mittagessen verzehrt. Anschließend wandern wir weiter über die Stiefelhöhe mit stellenweise herrlichen Ausblicken bis zurück nach Siedelsbrunn.
Nach der Wanderung wollen wir zum Abschluß noch Einkehr in Rohrbach bei Mumbach machen.
Um die Wanderung besser planen zu können, bitten wir um Anmeldung bei:

Reinhard Ullrich Tel.: 06255/ 21 02 oder
Arno Steinmann Tel.: 06255/ 27 97


Über eine rege Teilnahme freuen sich

unsere Wanderwarte
und
der Vorstand

Mittwoch, 25. August 2010

Altpapiersammlung SA 28.08.2010



Die Freiwillige Feuerwehr Schlierbach sammelt am Samstag, 28.08.2010 in der Ortsgemeinde Schlierbach ab 09:30 Uhr Altpapier. Das Papier bitte wie immer in Päckchenform mit fester Kordel verzurrt am Straßenrand ablegen. Eure FFW Schlierbach

Freitag, 20. August 2010

Großbrand in Schlierbach verhindert





Dichter Qualm um einen Stall in der Schlierbacher Ortsdurchfahrt beunruhigt am Donnerstagabend nicht nur die Anwohner / Frau erlitt Rauchvergiftung / Geringer Sachschaden

Zu Beginn war mit dem schlimmsten zu rechnen. Als die Lindenfelser Feuerwehren gestern gegen kurz nach 20 Uhr zu einem Brand in Schlierbach gerufen wurden, gingen viele Einsatzkräfte noch von einem Scheunenbrand aus. Auch die Rauchentwicklung am Einsatzort in der Fürther Straße gab Anlass zur Sorge. Ein Großaufgebot der Feuerwehren von Lindenfels und angrenzender Ortschaften konnte dann jedoch Schlimmeres verhindern. Mit schwerem Atemschutzgerät und Wärmebildkameras ausgerüstet, war schnell klar, dass im Inneren der Scheune insgesamt sechs Heuballen glimmten. "Man geht von einer Selbstentzündung im Rahmen eines Gärungsprozesses aus", erklärten übereinstimmend der Stadtbrandinspektor von Lindenfels, Reinhard Fink, und Polizeisprecher Ferdinand Derigs.

Die glimmenden Heuballen wurden von den Einsatzkräften ins Freie getragen, wo sie aufgrund der Sauerstoffzufuhr aufflammten. Die Einsatzkräfte waren darauf vorbereitet und brachten das Problem schnell unter Kontrolle. Nach kurzer Zeit waren die Flammen gelöscht.

Während des Einsatzes wurde eine Frau mit Verdacht auf Rauchvergiftung ins Krankenhaus in Lindenfels gebracht und blieb dort zur Beobachtung über Nacht. Nach Angaben der Feuerwehr entstand ein Sachschaden in Höhe von etwa 1000 Euro durch Beschädigungen an der Decke der Scheune sowie an Strom- und Wasserleitungen. "Wären wir zwei bis drei Minuten später gekommen, hätte das ganz anders ausgehen können", zeigte sich Stadtbrandinspektor Fink, der bei dem Einsatz umknickte und sich am Fuß verletzte, froh, dass nichts Schlimmeres passierte. Neben der Feuerwehr waren auch Beamte der Polizei und Helfer des DRK im Einsatz. (Bergsträßer Anzeiger 21.08.2010)

Bilderlink: -> Bergsträßer Anzeiger

df/alle Bilder: Dietmar Funck

Mittwoch, 18. August 2010

Feuerwehrgerätehaus offiziell übergeben





Es ist geschafft: Nach vier Jahren Bauzeit und unzähligen Stunden ehrenamtlichen Engagements der Feuerwehr konnte nun im Rahmen des sommerlichen Spießbratenfestes das neue Feuerwehrgerätehaus seiner Bestimmung übergeben werden. Vorsitzender Arno Steinmann freute sich in seiner Begrüßungsrede sichtlich darüber, dass so viele Gäste nach Schlierbach gekommen waren, um gemeinsam diese neue Ära der Schlierbacher Feuerwehr zu feiern. Die offizielle Stunde nahm mit einer Abendandacht mit Pfarrer Wilfried Maier und der Segnung des Hauses ihren Anfang.
Ein bebilderter Rückblick

Einen Rückblick mit vielen Bildern hatten Arno Steinmann, Oliver Wolf und Oliver Hoeppner vorbereitet. Dabei wurde deutlich: Der Bau des Hauses wurde über einen sehr langen Zeitraum geplant.

Schon vor vielen Jahren wurde klar, dass das bestehende Gerätehaus, das aus zwei Garagen am Dorfgemeinschaftshaus bestand, nicht zukunftsfähig ist. Die erste Hürde, die Feuerwehr und Stadt zu nehmen hatte, war die Standortsuche. "Sechs Varianten waren im Gespräch", so Bürgermeister Hoeppner, darunter auch der Bolzplatz, auf dem das Haus nun gebaut wurde.

Erste Pläne zeugten von den beginnenden Überlegungen. Schließlich einigte man sich auf den Standort und Probebohrungen wurden durchgeführt. Da das Gelände am Fahlbach einen feuchten Untergrund hat, wurde das Gebäude auf 21 Betonpfähle gestellt.

Bilder erinnerten an die Ausschalungen und an das Ausgießen der Bodenplatte. Es folgten der Rohbau und dann die Dachkonstruktion. Bei den Gewerken des Innenausbaus waren nun die handwerklich interessierten Mitglieder der Feuerwehr gefragt.

In vielen Stunden ehrenamtlichen Einsatzes - auch der Frauen, die für die Verköstigung der "Hobby-Bauarbeiter" sorgten - nahm das neue Haus so langsam Form an. Ein Lob galt auch dem Architekten Thilo Sattler, der die Vorgaben der Stadt Lindenfels und die Ideen der planenden Feuerwehrkameraden akribisch umsetzte. Im Mai konnte dann der Umzug in das neue Gebäude vollzogen werden.

Drei Fahrzeugboxen, die auch zukünftigen Anforderungen standhalten können und moderne sanitäre Bereiche zeichnen das Haus aus. Hinzu kommen Räumlichkeiten für Schulungen und ein Büro. "Mit diesem Gebäude hat sich die Politik kein Denkmal gesetzt", machte Bürgermeister Oliver Hoeppner deutlich, "aber mit ihrer Eigenleistung hat sich die Feuerwehr Schlierbach ein Denkmal gebaut".

Damit sei "die Identifikation der Benutzer deutlich höher, als wenn sie ein Gebäude hingestellt bekommen", so der Rathauschef, der hofft, dass damit auch ein umsichtiger Umgang mit den Räumlichkeiten für die Mitglieder der Wehr selbstverständlich ist.
"Kräfte der ersten Minute"

"Die Freiwilligen Feuerwehren haben eine wichtige Aufgabe, sie sind die Kräfte der ersten Minute", machte Gottlieb Ohl, Dezernent für Gefahrenabwehr im Kreis Bergstraße, in seiner Festrede deutlich. Freiwillig übernehmen in Schlierbach 28 männliche und 5 weibliche Mitglieder der Einsatzabteilung die Aufgaben in der Brandverhütung, im Ernstfall in der Brandbekämpfung und bei technischen Hilfeleistungen.
Endlich ein geeigneter Rahmen

Dafür brauchen sie vernünftige Arbeitsbedingungen, die in Schlierbach lange nicht gegeben waren. "Vor dreißig Jahren begannen die ersten Überlegungen zum Bau des Gerätehauses", erinnerte Gottlieb Ohl.

Die ersten Planungen liegen auch schon 13 Jahre zurück, die Bewilligung von Zuschüssen zehn Jahre und der Spatenstich erfolgte vor vier Jahren.

Mit dem neuen Haus sei die Feuerwehr für die Herausforderungen der Zukunft gewappnet. Auch könne sie sich jetzt besser um die Nachwuchsarbeit kümmern, weil die Voraussetzungen besser sind.

Über die besseren Arbeitsbedingungen der Feuerwehr freute sich auch Kreisbrandmeister Volker Steiger. Denn jetzt bestünden auch bessere Möglichkeiten für Schulungen der Einsatzkräfte und für die Ausbildung der Nachwuchskräfte. Das bestätigte auch der stellvertretende Stadtbrandinspektor Matthias Pfeifer. Der Ortsvorsteher Robert Gehrisch beglückwünschte nicht nur die Feuerwehrmitglieder zu ihren Eigenleistungen, sondern auch die Bürger. Eine gute Ausstattung der Feuerwehr verbessere schließlich auch ihren Brandschutz.

Ein Geschenk hatten die Mitglieder der Interessengemeinschaft Motorsport mitgebracht. Sie übernahmen an diesem Tag nicht nur den Thekendienst, sondern übergaben in der offiziellen Stunde auch eine Ruhebank, die ihren Platz vor dem Haus bekommen soll. (Bergsträßer Anzeiger 17.08.2010)

Dienstag, 17. August 2010

Gleich vier Mitglieder erhielten Landesehrenbriefe





Schlierbach:
Im Rahmen des Festes konnten nicht nur Martin Ullrich und Daniel Seyfarth zu Oberfeuerwehrmännern befördert werden.

Es wurden auch vier Landesehrenbriefe an verdiente Feuerwehrkameraden verliehen. "Die langjährigen Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr leisteten gemeinsam seit 96 Jahren ehrenamtlich Dienst zum Wohl der Bürger", betonte Gottlieb Ohl, Kreisbeigeordneter und Dezernent für Gefahrenabwehr des Kreises Bergstraße, der die Urkunden der höchsten Auszeichnung des Landes Hessen im Gepäck hatte.

Die erste Urkunde erhielt der langjährige Vorsitzende der Feuerwehr Günther Pfeifer.

Seit 1977 ist der ehemalige Vorsitzende im Vorstand der Freiwilligen Feuerwehr in Schlierbach. Sieben Jahre bekleidete er das Amt des Jugendwartes, es folgte von 1989 bis 1994 die Vorstandstätigkeit als Schriftführer.

1994 übernahm Günther Pfeifer dann das Ruder der Freiwilligen Feuerwehr. Sein Ziel war es, die Feuerwehr in die Zukunft zu führen, was mit seinem Engagement für den Neubau des Gerätehauses auch gelungen ist. "Günther Pfeifer hat einen maßgeblichen Anteil an der Erstellung des Feuerwehrgerätehauses", würdigte Gottlieb Ohl die Arbeit von Pfeifer in seiner Laudatio.

Dazu gehörten nicht nur die unzähligen Gespräche mit dem Architekten, der Stadt Lindenfels und Überlegungen in den Vorstandssitzungen, sondern schließlich auch die Übernahme der Verantwortung in der Bauphase, die Koordination der Arbeitsabläufe und die Prüfung der Gewerke.
Kostenersparnis für die Stadt

Dank seines Einsatzes und der handwerklichen Fähigkeiten der Mitglieder der Feuerwehr, die beim Bau kräftig mit anpackten, konnten der Stadt Lindenfels "viele tausend Euro eingespart werden". Neben seinem Einsatz für die Feuerwehr wirkte Günther Pfeifer auch elf Jahre im Schlierbacher Ortsbeirat mit.

Auf eine lange aktive Zeit in der Feuerwehr kann auch der ehemalige Wehrführer Hilmar Rühl zurückblicken. 1987 übernahm Hilmar Rühl die Verantwortung als stellvertretender Wehrführer, nach sieben Jahren, im Jahr 1994, wurde er Wehrführer.

Erst 15 Jahre später konnte er das Amt in jüngere Hände geben. Bis heute ist Hilmar Rühl mit seinem Fachwissen ein gern gefragtes Mitglied im Vorstand der Feuerwehr.
Erfahrene Elektriker

Als Elektro-Installationsmeister hatte der Geehrte die Überwachung der gesamten Bautätigkeit des neuen Gerätehauses inne. Wie bei den Festreden zur Einweihung zu erfahren war, wurde von den Vereinsmitgliedern die Elektroinstallation komplett übernommen.

Denn in den Reihen der Mitglieder und Geehrten war ein zweiter Elektro-Installationsmeister. Rudolf Rettig war nicht nur 21 Jahre der Rechner der Freiwilligen Feuerwehr, er war auch beim Neubau für den Einbau und die Überwachung der gesamten Elektroinstallation zuständig.

Den vierten Landesehrenbrief erhielt Wolfgang Vatter. Wolfgang Vatter komplettierte nicht nur das Team der Fachmänner in Sachen Elektrik, er war auch 24 Jahre im Vorstand der Freiwilligen Feuerwehr.

Von 1984 bis 1993 kümmerte er sich als Jugendwart um den Feuerwehrnachwuchs. Als stellvertretender Vorsitzender arbeitete Wolfgang Vatter von 1994 bis 2009 gemeinsam mit Günther Pfeifer an der Zukunft der Freiwilligen Feuerwehr. Auch auf sein Konto gehen viele hunderte von Stunden für den Neubau des Hauses. (Bergsträßer Anzeiger 17.08.2010)

Dienstag, 20. Juli 2010

Infos zum Gerätehauseinweihungsfest





Die Schlierbacher Feuerwehr wird am Wochenende vom 14. - 15. August 2010 sein Einweihungsfest für das neue Schlierbacher Feuerwehrgerätehaus feiern. Hierbei sind folgende Programmpunkte geplant:

Samstag, 14.08.:
Offizielle Einweihungszeremonie mit Amts- und Würdenträgern unter Begleitung des Gesangsvereins Schlierbach ab 19 Uhr im neuen Gerätehaus. Anschliessend Mix-Musik vom DJ zu Speißen und Getränken.

Sonntag, 15.08:
Großes Spießbratenfest mit den legendären Schlierbacher Feuerwehrspießbraten im Festzelt vorm neuen Gerätehaus. Beginnend ab 10:30 gibt es folgendes Rahmenprogramm:

- Frühschoppen
- Live Musik
- Fahrzeugausstellung
- Kinderbelustigung
- Nachmittags Kaffee- und Kuchen

Die Freiwillige Feuerwehr Schlierbach freut sich auf ein tolles Einweihungsfest und Ihr kommen!

Samstag, 17. Juli 2010

Schlierbacher Feuerwehr-Nachwuchs im Fernsehen





Am Donnerstag, dem 15. Juli war das Rhein-Neckar-Fernsehen mit seiner Live-Sendung „Sommertour“ zu Gast in Lindenfels.

In dieser Sendung rund um das Thema „Drachen“ waren auch die Schlierbacher Löschdrachen mit von der Partie und zeigten eine kleine Löschübung an einem Feuerhaus, unterstützt von ihrer Betreuerin Gabi Schneider und Wehrführer Oliver Wolf. Dazu wurden in einem Interview mit Beate Hoeppner die Löschdrachen vorgestellt und erläutert, was die Kinder in ihren monatlichen Übungsstunden lernen.



Unser Feuerwehr-Nachwuchs war in der „Sommertour-Sendung“ mit großer Begeisterung bei der Sache und präsentierte sich außer in den roten T-Shirts erstmals auch mit neuen Kinder-Feuerwehrhelmen die extra für die Kleinsten angeschafft wurden.


Die Sendung „Sommertour“ aus Lindenfels wird am Samstag, dem 17. Juli 2010 ab 21.30 Uhr im Rhein-Neckar-Fernsehen zu sehen sein.

Montag, 12. Juli 2010

Einsatz der Feuerwehr





Illegal im Wald Müll verbrannt.

Lindenfels. Wie Stadtbrandinspektor Reinhard Fink gestern mitteilte, wurde er am Samstag wegen einer zunächst unklaren Entwicklung in Richtung des Seidenbucher Waldes alarmiert. Bei Eintreffen der Feuerwehr-Einsatzkräfte aus Schlierbach stellte sich heraus, dass jemand am Waldrand illegal Müll angezündet hatte. Zwar konnten die Einsatzkräfte der Feuerwehr den Brand schnell unter Kontrolle bringen, Stadtbrandinspektor Fink warnte jedoch noch einmal ausdrücklich davor, im Wald ein offenes Feuer anzuzünden. Aufgrund der großen Hitze in den vergangenen Tagen ist die Waldbrandgefahr erheblich gestiegen.
Aufgrund des Vorfalls wurden inzwischen die Ermittlungen aufgenommen.

Bergsträßer Anzeiger
5. Juli 2010

Dienstag, 6. Juli 2010

Vater und Sohn verletzen sich schwer



Nach Informationen des Bergsträßer Anzeigers schweben ein 41 Jahre alter Vater und dessen achtjähriger Sohn, die sich bei einem Unfall in Eulsbach am Samstag (03.07.2010) mit einem Traktor überschlugen, nicht mehr in Lebensgefahr.

Das Unglück ereignete sich bei dem Versuch, im Rahmen von Baumfällarbeiten einen Baumstamm mit dem Traktor wegzuziehen.

Wie Reinhard Fink, Stadtbrandinspektor von Lindenfels, gestern auf Anfrage bestätigte, kam der Traktor an einer abschüssigen Stelle ins Rutschen und überschlug sich mehrfach.

Rettungshubschrauber im Einsatz
Dabei wurden Vater und Sohn schwer verletzt und kurze Zeit später mit einem Rettungshubschrauber nach Ludwigshafen (Vater) beziehungsweise Frankfurt (Sohn) geflogen.

Neben den medizinischen Einsatzkräften waren 20 Mann der Feuerwehren aus Eulsbach und Schlierbach vor Ort, die sich um die Bergung der Verletzten kümmerten. "Eingeklemmt waren sie nicht mehr, mussten aber einen etwa einhundert Meter steilen Hang hinauf zum Rettungshubschrauber transportiert werden", so Fink. (Bergsträßer Anzeiger 05.07.2010)

Donnerstag, 1. Juli 2010

Grillen ohne Spiritus!

In Deutschland kommt es jährlich zu etwa 4000 Grillunfällen durch die Verwendung von Brandbeschleunigern. Mehr als 400 dieser Unfälle enden mit schwersten Verbrennungen, viele der Verletzten sind Kinder, die in der Nähe des Grills gespielt hatten.



Paulinchen e.V., die Initiative für brandverletzte Kinder, warnt mit dem Video vor der Verwendung von Brandbeschleunigern beim Grillen.

Tipps zum sicheren Grillen und weitere Informationen erhalten Sie unter www.paulinchen.de