Winkel. Zu einem angeblich umfassenden Scheunenbrand
sind die Wehren aus Winkel, Schlierbach und Eulsbach nach Winkel gerufen
worden. Diese Aufgabe war die Abschlussübung der drei Wehren, die von
Stadtbrandinspektor Reinhard Fink abgenommen wurden. Als Beobachter war auch
Bürgermeister Michael Helbig zur Stelle.
Das Gehöft ist ein odenwaldtypischer Viereckbau mit
Einfahrt, Wohnhaus auf der rechten Seite mit Stallungen und Scheunen in dem Bau
geradeaus und dem Bau auf der rechten Seite. Alle Häuser schließen sich an, so
dass die Brandgefahr auch für das Wohnhaus sehr groß ist. "Einen
wirklichen Brand möchte ich hier nicht erleben", so Einsatzleiter Achim
Falter. Der Winkler Wehrführer war mit seiner Truppe als erstes zur Stelle und
übernahm den Brandschutz von der Hofinnenseite, die Gruppenführung hatte Markus
Bauer übernommen.
36 Einsatzkräfte vor Ort
Schnell rückten auch die Kollegen aus Schlierbach an und
übernahmen die Scheunen rückwärtige Brandbekämpfung. Dazu wurde Wasser aus
einem Hydranten und aus dem Bach entnommen. Die Gruppenführung von der
Schlierbacher Wehr hatte Frank Bauer.
Zur Unterstützung kamen die Mitglieder der Eulsbacher Wehr
dazu. Ihre Aufgabe war es, das Wohnhaus zu schützen. Unter Gruppenführung von
Willi Fendrich wurde die Wasserversorgung vom Bach beim Feuerwehrgerätehaus
aufgebaut.
Insgesamt beteiligten sich an der Abschlussübung im
Lindenfelser Ortsteil 36 Einsatzkräfte, sechs Jugendliche der Wehren waren
ebenfalls mit dabei.
Ein Brand auf einem landwirtschaftlichen Anwesen ist wegen
der Brandlast immer eine kritische Angelegenheit. Der Maschinenpark und das
gelagerte Stroh verlangen die höchste Aufmerksamkeit der ehrenamtlich aktiven
Brandschützer. Nach der Übung gab es dann durchweg positive Kritiken. "Es
gibt nichts zu tadeln", so Stadtbrandinspektor Reinhard Fink.
Bürgermeister Michael Helbig sprach seinen Dank für das
Engagement der ehrenamtlich aktiven Brandschützer aus. Neben regelmäßigen
Übungen gab es in diesem Jahr auch viel zu tun. Unwettereinsätze gab es
reichlich, auch zu Unfällen und kleineren Brandeinsätzen wurden die Wehren aus
den Lindenfelser Stadtteilen gerufen. jhs
© Bergsträßer Anzeiger, Donnerstag, 24.10.2013
