
Inspektionsübung: Feuerwehren aus dem Schlierbachtal probten gemeinsam den ErnstfallEin Entstehungsbrand in einer Scheune am Ortsrand von Winkel war die Aufgabenstellung für die Feuerwehren aus Winkel, Schlierbach und Eulsbach bei ihrer Abschlussübung. Die Übung wurde von Stadtbrandinspektor Reinhard Fink und seinem Stellvertreter Matthias Pfeifer abgenommen. Fünf Personen galten in der Scheune als vermisst. Zu beachten hatten die Feuerwehrleute auch, dass in dem Gebäude Brennholz für den Winter und Maschinen lagerten.
Zunächst wurde - wie im Alarmplan vorgesehen - die örtliche Feuerwehr alarmiert. Mit ihrem Tanklöschfahrzeug rückten die Winkler Brandschützer an und forderten sogleich die Kameraden aus Schlierbach und Eulsbach nach.
Priorität hatte die Menschenrettung. Winkels Wehrführer Achim Falter dazu: "Das hat gut geklappt." Für die Rettung der Eingeschlossenen wurden Atemschutzgeräteträger gebraucht, denn ohne Atemschutz kann man auch bei einem Entstehungsbrand wegen der Rauchgase nicht mehr arbeiten.
Wichtige Atemschutzgeräteträger
Auch bei dieser Übung wurde wieder deutlich, wie wichtig die Ausbildung zum Atemschutzgeräteträger ist. "Von ausgebildeten Atemschutzgeräteträgern hätten wir mehr gebraucht", fasste Achim Falter zusammen. Aber im Ernstfall wären weitere Feuerwehren zum Unglücksort gerufen worden, was die Lage verbessert hätte.
Der Erstangriff bedeutet für die Feuerwehrleute, dass versucht werden soll, eine Ausbreitung des Brandes zu verhindern, bis weitere Unterstützung angekommen ist. Mit ihrem mit einem Löschwassertank ausgestatteten Fahrzeug sind die Winkler Feuerwehrleute gut gerüstet, um Brände in der Entstehung zu bekämpfen.
Noch während des ersten Löschangriffs wurde eine Wasserleitung von einem Hydranten ausgehend aufgebaut, um die weitere Wasserversorgung zu sichern. Inzwischen waren auch die Schlierbacher Brandschützer am Ort. Auch sie verfügen über ein Fahrzeug mit Wassertank.
Mit den Kameraden aus Eulsbach wurde nun von einem zweiten Hydranten aus über eine lange Wegstrecke eine weitere Wasserzufuhr aufgebaut. Dieses Wasser wurde in das Schlierbacher Fahrzeug eingespeist und von hier aus an die Einsatzkräfte abgegeben. Im Erstfall wäre ein weiterer Schlauchwagen angefordert worden, um die optimale Löschwasserzufuhr zu sichern, berichtete Achim Falter. Bei der Übung wurde festgestellt, dass der Wasserdruck im Netz ausreicht, um erfolgreich arbeiten zu können. jhs
Bergsträßer Anzeiger
28. September 2010